1. Umbau     28.12.2010 - 11.01.2011

Nachfolgend werde ich beschreiben, was ich alles umgebaut und repariert habe. Detaillierte Bastelanleitungen kann ich diesmal leider nicht geben. Das wäre einfach zu viel Schreibarbeit. Schaut doch einfach mal ins T4-Wiki, das hat mir sehr geholfen!


Motor

Da der Motor nicht genug Leistung bringt und 200tkm ne Menge Holz sind, habe ich den Motor überholt. Geplant waren: Alle Dichtungen und Flüssigkeiten erneuern, alle Riemen, Einspritzventile und Glühkerzen erneuern, Ventile einschleifen und Kupplung erneuern. Leider habe ich am Zylinderkopf jede Menge Risse entdeckt. Also habe ich mir für teures Geld einen neuen Kopf gekauft. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätt ich wahrscheinlich den Umbau auf einen TDI Motor gemacht.

Erstmal muss alles raus...







Im ganzen Auto haben die Viecher gewütet. Links und Rechts vom Motor sieht man jede Menge Dreck und Mäusekacke. Das habe ich alles mit einer Spachtel weggekratzt.





Danach Zylinderkopf runter und Motor raus.





Der Bus soll irgendwann dunkel blau werden. Also habe ich allen Rost weggeschliffen und den Motorraum schon mal mit blauem Rostschutzlack umlackiert.







Auf die Spritzwand und andere freie Flächen habe ich Dämmschaummatten geklebt, damit der Motor leiser wird. Die Dämmmatten und andere fertig eingebaute Teile habe ich ordentlich mit Konservierungswax eingesprüht. Das hilft erstens gegen Rost und zweitens gegen Marderbisse, weil Konservierungswax einfach scheiße schmeckt.



Der Zylinderkopf ist neu. Die Ventile sind leider nur gereinigt. Vor dem Einbau habe ich sie mit Schleifpaste auf den neuen Kopf eingeschliffen.







Nach dem Zusammenbau müssen noch Steuerzeiten und der Förderbeginn eingestellt werden. Man muss eine Messuhr an der Einspritzpumpe befestigen, um den Förderbeginn auf 0,01mm (hundertstel Millimeter) genau einstellen zu können.



Fertig! Naja fast. Der Motor läuft und schnurrt wie kanadischer Brummbär. Alles weitere ist der bekannte 'Einbau in umgekehrter Reihenfolge'.



Es gibt richtig nette Werkstätten, die einem gerne ihr Spezialwerkzeug für die ganz kniffligen Fälle ausleiht. Der VW-Händler bei mir ums Eck war leider nicht so nett. Also musste ich mir mein Spezialwerkzeug kurzer Hand selber zusammen schweißen.
Oben links: Messuhrhalter zum Einstellen des Förderbeginns, mitte rechts: Drücker für Ventilfedern zum Aus- und Einbau der Ventile, unten: Halter für die Riemenscheibe zum Lösen der Zentralschraube.




Interieur

Um die Verkabelung für den Krankenwagen restlos zu entfernen, habe ich das halbe Cockpit zerlegt. Außerdem habe ich den Rahmen für die Mittelkonsole erneuert, weil der Halter für den Aschenbecher gebrochen war.



Damit ich die Mittelkonsole nicht nochmal zerlegen muss, habe ich gleich die Anzeige für die Parksensoren verbaut und Kabel für das Radio verlegt. Das Ablagefach auf dem Armaturenbrett verdeckt unschöne Löcher und trägt Navi- und Ipodhalter.





Im Heck sind sämtliche Möbel raus geflogen. Auch die Polsterung habe ich raus gerissen, weil an den Fenstern später schöne Vorhänge verbaut werden sollen. Klebe- und Polsterreste von der Verkleidung hat meine Freundin mühselig mit einer Spachtel runter gekratzt.





Hinter den dünnen Holzverkleidungen war Glaswolle und in der Glaswolle waren Mäusenester. Man glaubt kaum, wie ein so kleines Tier einen solchen Gestank verursachen kann! Die Glaswolle ist in den Müll gewandert und die Maus wohnt jetzt in der Werkstatt.
Die Staufächer vorne und hinten habe ich auch abmontiert. Denk ich werde mir schönere schreinern und sie wieder einbauen.



Eine Trennwand zwischen Fahrerkabine und Laderaum hat Vor- und Nachteile. Da der Bus ja ein Wohnwagen werden soll und man die vorderen Sitze mit einer Drehkonsole auch zum 'Wohnen' verwenden kann, habe ich schließlich die Trennwand auch ausgebaut.




Exterieur

Dem TÜV haben die roten Streifen auf meinem Bus nicht gefallen. Das wäre Signalfarbe. Allerdings ist die Werkstatt ungeeignet zum Lackieren und ich hatte nicht genug Zeit für eine komplette Umlackierung. Darum habe ich die roten Streifen angeschliffen, die Farbkanten weggeschliffen und sie dann mit der Spraydose überlackiert.
Das Leben eines Krankenwagens ist anscheinend kein Honigschlecken. So hat z.B. die Beifahrertür gleich 3-mal einen neuen roten Streifen bekommen. Nach dem Anschleifen sieht man die verschiedenen Farbschichten wunderbar.



Mit den roten Streifen sind auch die Blaulichtträger vorne und hinten, so wie die oberen Blinker verschwunden. Unter dem vorderem Halter mit dem Krankenwagenschild verbarg sich eine dicke Rostschicht und mehrere Löcher. Das Dach ist da leider ziemlich wellig.



Weil ich das schon immer mal ausprobieren wollte und ich auch zu den 'coolen Tunern' gehören will, habe ich die Heckklappe 'gecleant'. Boa ey, voll krass!
Natürlich habe ich die Mulde für das VW-Emblem nicht einfach zugespachtelt. Wie es sich gehört, habe ich erst ein dünnes Blech rein geschweißt.





Und so sieht nun der ganze Bus nach dem 1. Umbau aus:






Danksagung

Vielen Dank an Ulli, Jägi, meinem Dad und natürlich an meine Freundin für die großartige Hilfe beim Basteln!
Und ein ganz besonderes Dankeschön an Rudi, dass ich zwei Wochen in seiner Werkstatt arbeiten durfte!!








MB W124

VW Bus T4
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